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Anuradhapura, Foto: stachelig_flickr
Die erste Königshauptstadt Sri Lankas nennt sich Anuradhapura und erstreckte sich vor mehr als 1500 über eine Fläche, die in etwa so groß war wie das heutige Paris. Von König Panduk Abhaya im Jahr 380 v. Ch. Gegründet, beherbergte der Ort rund eine halbe Million Menschen und blieb für mehr als 1150 Jahre Königshauptstadt. Das übertraf sogar das antike Athen oder das alte Rom.
Schon damals schuf der König da nach ihm benannte Bewässerungssystem, dass es auch heute noch ermöglicht, in Sri Lanka Reis anzubauen.
Durch einen Ableger des Bo-Baumes, unter dem Buddha erleuchtet wurde, gewann die Königshauptstadt einen Großteil an Bedeutung. Damals wie heute, zieht es noch Ströme von Pilgern dorthin. Auch die enorm großen Stupas, in Sri Lanka Dagobas genannt, spielen dabei eine Rolle. Diese wurden und werden teilweise immernoch sehr schön restauriert. Erst im Jahr 1884 begann man mit den Ausgrabungen; bis dahin war Anuradhapura von fast zwei Metern Dschungel und Humus überwuchert.
In der Stadt gab es außerdem Doppelbecken von etwa fünf oder sechs Metern Tiefe, die durch unterirdische Wasserleitungen versorgt wurden. Die Körperliche Reinigung war und ist für buddhistische Mönche nämlich eine Notwendigkeit, um die geistige Vollkommenheit zu erlangen.
Heute zeigt das Museum in Anuradhapura die Darstellung zweier Liebender auf einem Relief aus dem 5. oder 6. Jahrhundert v. Ch. Es fällt die Freizügigkeit dieser Darstellung auf, wenn man bedenkt, dass Frauen in Sri Lanka heutzutage mit den leuchtenden Saris in das Meer steigen, um möglichst jeden Fleck der Haut zu bedecken. Das Relief zeigt einen Mann, der auf einer Bank sitzt in einem kurzen Gewand und mit Schwert sowie Schild. In seinem Schoß liegt eine barbusige Frau, deren Hand sich spielerisch um ihn legt.







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